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Die Flut ist weg – die Katastrophe bleibt

Die Bilder des Hochwassers rund um die Ahr sind erschreckend.

Die Bedeutung für die Anwohner ist mit dem Begriff „Schrecken“ allerdings nicht zu erfassen.

An einem Dienstag setzte der Starkregen ein. Am darauf folgenden Mittwoch zeichnete sich das kommende Hochwasser bereits deutlich ab. Die Menschen rechneten mit Hochwasser, eines was zu bewältigen war. Die Schutzvorbereitungen liefen, Sandsäcke sollten das Wasser von den Häusern und Geschäften fernhalten. Mittwoch Abend kam das Wasser, kurz vor Mitternacht wurde der Katastrophenfall ausgerufen.

Und dennoch waren Menschen auf dem Weg in ihr Zuhause, dorthin wo sie sich sicher fühlten. Erinnerungen, vermeintlich Wichtiges und Wertvolles noch zu retten. Dieser Wunsch kostete vielen das Leben. 50 cm Wasserhöhe reichen um Kellertüren nicht mehr öffnen zu können.

Menschen die plötzlich in ihren Häusern eingeschlossen waren. Die einzige Option, nach oben, erster Stock, der Dachboden. In der Dunkelheit, ohne Licht, ohne Strom, keine Verbindung zur Außenwelt. Ausharren in einem Element, dass sich von einem Lebensspender in eine schlammige Bedrohung verwandelt hatte, noch gefährlicher durch das mitgerissene Geröll, Glas und Metall. Kaum zu ertragen war für die Betroffenen der beißende Gestank nach Heizöl, der jeden Atemzug zur Qual werden ließ.

Das Wasser hat sich zurückgezogen. Geblieben ist die Katastrophe. Geblieben sind Existenzängste, Trauer, Wut und der Schock. Und doch gibt es Lichtblicke, Leute die sofort Privatinitiativen gegründet haben um die erste Not ein wenig zu lindern. Nahrung, Wasser, Kleidung, all die Dinge die ansonsten so selbstverständlich sind. Auch wir haben uns entschlossen etwas für die Anwohner zu tun. Das was für uns selbstverständlich ist, wir haben einen Waschraum mit Waschmaschinen und Trockner ausgestattet. Frische und trockene Kleidung, ein kleines Stück Normalität in dieser Zeit. Kostenfrei waschen & trocknen für die Anwohner, solange wie nötig.